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Lungenkrebs-Früherkennung: Was bringt das Low-Dose-CT wirklich?
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Lungenkrebs-Früherkennung: Was bringt das Low-Dose-CT wirklich?

Von Evidenz, Überdiagnosen und echter Prävention

Diesen Beitrag zitieren:
Nößler D, Chenot J-F, Scherer M. Lungenkrebs-Früherkennung: Was bringt das Low-Dose-CT wirklich? EvidenzUpdate-Podcast 2026;7:166. https://doi.org/10.69156/POD.001/2026.01.00166

Salut! Diese Episode widmen wir allen, die schon zu viele Glimmstängel verputzt haben, die die Verbrennungsprodukte passiv erduldet haben und jenen, die andere von Zigarette et al. losbringen wollen. Denn heute sprechen wir über die Lungenkrebs-Früherkennung für Raucherinnen und Raucher, die im April starten soll. Mit am Start ist wieder Jean-François Chenot aus Greifswald. (Aufgezeichnet haben wir übrigens am 18. Dezember – vorweihnachtliches Basteln.)

Um eine Take-home-Message vorwegzunehmen: Die Früherkennung mittels Low‑Dose‑CT (LDCT) halten wir für eine ambivalente Maßnahme mit moderatem Nutzen und relevanten Schäden. Das Screening ist kein Ersatz für Rauchstopp, sondern eine hochregulierte „Reparaturmaßnahme“ für eine kleine, klar definierte Hochrisikogruppe.

Jetzt teilnehmen an der Umfrage
des Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM) am UKE unter Ärztinnen und Ärzten zum Lungenkrebs-Screening mittels LDCT (bis 15.1.26):
https://evide.nz/cGYsK

Das erwartet uns

Nennt es gerne „Lernziele“. Nach der Episode wollen wir jedenfalls verstehen:

  1. die Struktur des neuen Programms zur Lungenkrebs‑Früherkennung in Deutschland (Zielgruppe, Ablauf, Qualifikationsanforderungen),

  2. den Nutzen und die wichtigsten Schäden und die Einordnung beider,

  3. die Rolle von Vortestwahrscheinlichkeit, verschiedener Risikoscores und des Case-Findings für die Indikationsstellung,

  4. zentrale ökonomische und ethische Fragen,

  5. typische Fehlanreize (falsche Sicherheit) und die Möglichkeiten, Gespräche über die Früherkennung mit Rauchstopp-Beratung zu verknüpfen.

Plus für alle hier: die Zusammenfassung unseres Gesprächs, der besprochenen Leitlinien-Empfehlungen und natürlich die Literatur.
Das Plus für alle Unterstützer zu dieser Episode:

Schreibt uns: podcast@evidenzupdate.de

Für alle, die springen mögen, hier wieder die Kapitelmarken:

  • 00:00:00 Intro

  • 00:03:45 Sucht-Survey

  • 00:06:14 Interessenkonflikte

  • 00:06:47 Verordnung und Richtlinie

  • 00:11:32 Die Evidenz

  • 00:18:23 NNS und NNH

  • 00:22:20 Kosten und Wirtschaftlichkeit

  • 00:25:23 HANSE-Studie

  • 00:27:33 Case Finding

  • 00:31:34 Gerechtigkeit

  • 00:36:17 Echte Prävention und ein Paradox

  • 00:40:46 Fazit(s)

Das Gespräch in a nutshell

Lungen-Ca-Früherkennung ab Frühjahr 2026

Vermutlich ab April wird zulasten der GKV die Lungenkrebs‑Früherkennung mit jährlichem LDCT möglich sein: für definierte Hochrisikogruppen. Rechtsgrundlage ist die LuKrFrühErkV des Bundesumweltministeriums von 2024.1 Dem folgte die Beratung im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) mit Beschluss im September, die einschlägige Krebsfrüherkennungs‑Richtlinie (KFE-RL) um die LDCT‑Früherkennung zu erweitern.234 Ausstehend sind noch die Abrechnungsziffern im EBM, die bis Ende März beschlossen sein sollen.

  • Zielgruppe sind asymptomatische aktive oder ehemalige starke Raucher:innen im Alter von ≥ 50 bis < 76 Jahren mit mindestens 25 Jahren Rauchen ohne längere Unterbrechung und mindestens 15 Packungsjahren; geschätzt etwa 2 Mio. Menschen in Deutschland.5

  • Einstieg ist eine qualifizierte ärztliche Beratung in der Primärversorgung (Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Arbeitsmedizin), die die medizinische Eignung prüft und bei Wunsch zum LDCT überweist.

Ablauf, Qualifikationen und Radiologie

Das Programm ist ein streng reguliertes Screening mit qualifikationsgebundenen Leistungen. Es ist kein „radiologischer Selbstbedienungsladen“:

  • Beratende Ärztinnen und Ärzte benötigen eine spezielle Fortbildung nach LuKrFrhErkV; erste Kurse werden bereits angeboten (siehe BÄK-Fortbildungssuche).

  • Erstbefundung der LDCT‑Untersuchung erfolgt durch Radiologen mit KV‑Genehmigung, Mindestfallzahlen und dokumentierter Fortbildung; bei abklärungsbedürftigen Befunden (z. B. Lung‑RADS 3/4) ist eine Zweitbefundung durch besonders qualifizierte Radiologen in Lungenkrebs‑Zentren vorgeschrieben.

Diese Strukturen sollen Qualität und Spezifität erhöhen, bedeuten erwartungsgemäß aber zusätzliche Bürokratie, Ressourcenbindung und Kosten.

Evidenzlage: Nutzen und Schaden

Basis für den G-BA-Beschluss ist eine Methodenbewertung durch das IQWiG. Die ursprüngliche Bewertung aus dem Jahr 20206 hatte das IQWiG im Rahmen eines Rapid Reports 2024 um neue Evidenz aktualisiert.7 Die IQWiG‑Bewertung beruht insbesondere auf Daten aus neun (teils bekannten) RCTs:

  1. DANTE8

  2. DLCST9

  3. ITALUNG10

  4. MILD11

  5. NELSON12

  6. LSS13

  7. NLST1415

  8. LUSI16

  9. UKLS17

In der Summe sieht das IQWiG einen Beleg für den Nutzen bei lungenkrebsbedingter Mortalität:

  • Ohne Screening sterben in 10 Jahren etwa 23/1.000 an Lungenkrebs.

  • Mit Screening sterben in 10 Jahren etwa 18/1.000 an Lungenkrebs.

  • ARR: 5/1.000 [3–7] verhinderte Lungen-Ca-Todesfälle

  • Number Needed to Screen (NNS): ca. 166 [143–333]

    • In der NELSON-Studie alleine zeigte sich sogar eine NNS von 132 (ARR: 0,76),18 in der NLST lag sie hingegen zwischen 302–320.

Bei der Gesamtmortalität gibt es zwar keinen signifikanten Unterschied, da Schätzer und Konfidenzintervall in dieselbe Richtung wie oben zeigen, attestiert das IQWiG diesem Endpunkt einen Hinweis auf einen Nutzen.

Mehr Schäden

Das LDCT führt erwartbar zu mehr falsch‑positiven Befunden, invasiven Abklärungen, Überdiagnosen und mehr Ereignissen durch unnötige Op.:

  • 1–15 je 1.000 erhalten Konsequenzen als falsch-positive Befunde;
    NNH: 67–1.000

  • 6 je 1.000 (im Median) erhalten eine Überdiagnose;
    NNH: ca. 167

  • 17 je 1.000 mehr haben unerwünschte Ereignisse nach einer Op., 6 davon mit einem Schweregrad ≥ 3;
    NNH: ca. 59

Die USPSTF hingegen hatte 2021 eine NNH von 59 für Konsequenzen aus falsch-positiven Befunden ermittelt.19 Der G-BA spricht von einem „Überdiagnoserisiko während der Screeningphase“ von im Median 25 %.

Damit ähnelt diese Lungenkrebs-Früherkennung anderen Krebs‑Screenings und folgt einem Muster: moderater Nutzen bei krebsspezifischer Mortalität, kein klarer Gewinn bei Gesamtmortalität und ein signifikanter Preis durch Überdiagnose und Übertherapie.

VTW, Risikomodelle und HANSE

Und natürlich hängt auch die Aussagekraft des LDCT in dieser Indikation stark von der Vortestwahrscheinlichkeit (VTW) ab:

  • Die KFE-RL fußt auf NELSON‑ähnlichen Kriterien als einfacher Risikoselektion; eine weitere „Käsescheibe“ wird über die Zweitbefundung eingeschoben.

  • Die deutsche HANSE‑Studie zeigt jedoch, dass u.a. der komplexere PLCOm2012‑Score (mit u. a. Alter, Packungsjahren, Ethnie, BMI, COPD, Bildungsstand, Familienanamnese) mehr Tumoren detektiert und den positiv-prädiktiven Wert sowie die NNS weiter verbessert gegenüber NELSON.20

Auch andere Risikomodelle scheinen feiner, wieso mittelfristig über eine Alternative zu den NELSON-Kriterien nachgedacht werden sollte.21

Und: Frauen reagieren empfindlicher aufs Rauchen. Bei ihnen genügen schon weniger Packungsjahre, um ein ähnliches Lungen-Ca-Risiko zu haben wie Männer.

Letztlich ist jede Modellentscheidung auch eine Verteilungsfrage: Je nach Modell werden bestimmte sozial benachteiligte Gruppen systematisch eher ein‑ oder ausgeschlossen.

Analysen u. a. aus Norwegen und Kanada zeigen außerdem, dass Risikomodelle Menschen aus niedrigeren sozialen Schichten benachteiligen können, obwohl diese mehr rauchen und ein höheres Lungenkrebsrisiko haben, aber bekanntlich Screening-Angebote seltener wahrnehmen.222324

Rauchstopp als eigentliche Prävention

Bei aller Screening-Euphorie darf nicht vergessen werden: Prävention ist der Rauchstopp, nicht die Bildgebung. Und bekanntlich darf seit geraumer Zeit für stark abhängige Raucher:innen eine strukturierte Tabakentwöhnung auf GKV-Kosten erfolgen.

Eine Übersichtsarbeit zeigt, dass der Beratungskontakt im Rahmen von Lungenkrebs‑Screening sogar eher zu einem Rückgang des Rauchens beiträgt und keine systematische „Entwarnungswirkung“ hat: Ein unauffälliges CT führt typischerweise nicht zu mehr, sondern eher zu weniger Tabakkonsum, wenn Beratung und Entwöhnungsangebote aktiv genutzt werden.25

Auf der anderen Seite bestätigt eine Studie das bekannte Problem, dass ein signifikanter Teil der Zielgruppe Entwöhnungsangebote trotz Empfehlung nicht annimmt, u. a. aus psychischen Gründen, Überzeugungen oder schlechten Erfahrungen mit früheren Abstinenzversuchen.26

Plädoyer: Jede LDCT‑Beratung sollte auch als Anlass für eine strukturierte, wiederholte Rauchstopp‑Beratung genutzt werden.27

Wirtschaftlichkeit

All das Besprochene ist „kein Schnäppchen“:

  • Eine deutsche Mikrosimulations‑Analyse schätzt die Kosten pro gewonnenem qualitätsadjustiertem Lebensjahr im Bereich von ca. 16.000–24.000 €; pro verhindertem, verfrühtem Lungenkrebstod ergeben sich grob 155.000–286.000 €.28

  • Der G‑BA spricht angesichts der Unsicherheiten und offener Parameter (Zielgruppendefinition, Abklärungsstrategien, Teilnahmequoten) nur von „Anhaltspunkten für Wirtschaftlichkeit“.

Und neben den direkten Leistungskosten müssen wir immer auch Opportunitätskosten berücksichtigen: ärztliche Arbeitszeit, radiologische Kapazitäten und pflegerische Ressourcen. Kurzum: TNT!

Solidarität, Ethik und Gerechtigkeit

Wer traut sich außerdem, die Frage zu stellen, ob es gerecht ist, dass Nichtraucher in der GKV Lungenkrebs-Screenings für (Ex‑)Raucher finanzieren?

  • Zunächst wirkt es unsolidarisch, dass Menschen, die unter Passivrauch und „Kippenmüll“ leiden, zusätzlich für die Folgen individuellen Tabakkonsums zahlen. Mit anderen Worten: Wer 20–25 Jahre Geld für Tabak hat, der könnte doch etwas fürs (IGeL-)Screening zurücklegen …

  • Andererseits funktioniert unser Gesundheitssystem bekanntlich nicht mit „moralischer Buchführung“. Auch bei Suchtkrankheiten wäre eine solche Beitragslogik schwer zu begründen. Und sie hätte auch Folgen für Skifahrer:innen …

Plädoyer: Schuldzuschreibungen zurückstellen und die Diskussion auf drei Fragen fokussieren: Treffen wir mit dem Programm die richtigen Menschen? Überwiegt der Nutzen den Schaden? Und gelingt es uns, Screening mit wirksamer Suchtbehandlung und fairer Ressourcenverteilung zu verknüpfen?

Wichtig ist, dass das neue Screening von Anbeginn ernsthaft als lernendes System verstanden und gelebt werden muss. Es muss kontinuierlich evaluiert und bei Bedarf angepasst werden, etwa durch bessere Risikomodelle.

À bientôt!

Literatur

1

Verordnung über die Zulässigkeit der Anwendung der Niedrigdosis-Computertomographie zur Früherkennung von Lungenkrebs bei rauchenden Personen (Lungenkrebs-Früherkennungs-Verordnung — LuKrFrühErkV), BGBl. 2024 I Nr. 162. 2024. https://www.recht.bund.de/eli/bund/bgbl-1/2024/162

2

Gemeinsamer Bundesausschuss. Beschluss über eine Änderung der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (KFE-RL): Einführung der Lungenkrebsfrüherkennung mittels Niedrigdosis-Computertomographie bei Rauchern, BAnz AT 04.09.2025 B3. 2025. https://www.g-ba.de/beschluesse/7301/

3

Gemeinsamer Bundesausschuss. Tragende Gründe zum Beschluss über eine Änderung der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (KFE-RL): Einführung der Lungenkrebsfrüherkennung mittels Niedrigdosis-Computertomographie bei Rauchern. 2025. https://www.g-ba.de/downloads/40-268-11634/2025-06-18_KFE-RL_Einf-Lungenkrebsfrueherkennung-Niedrigdosis-CT-Raucher_TrG.pdf

4

Gemeinsamer Bundesausschuss. Zusammenfassende Dokumentation zum Beschluss über eine Änderung der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (KFE-RL): Einführung der Lungenkrebsfrüherkennung mittels Niedrigdosis-Computertomographie bei Rauchern. 2025. https://www.g-ba.de/downloads/40-268-11959/2025-06-18_KFE-RL_Einf-Lungenkrebsfrueherkennung-Niedrigdosis-CT-Raucher_ZD.pdf

5

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6

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Lungenkrebsscreening mittels Niedrigdosis-Computertomografie, Abschlussbericht. Published Online First: 19 October 2020. https://www.iqwig.de/download/s19-02_lungenkrebsscreening-mittels-low-dose-ct_abschlussbericht_v1-0.pdf

7

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Lungenkrebsscreening mittels Niedrigdosis-Computertomografie; Rapid Report. Published Online First: 19 June 2024. doi: https://doi.org/10.60584/s23-02_v1.1

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